Trikotrahmen – ein Interview mit den Machern von trikotrahmen.de

Als wir vor vier Jahren dieses Blog gestartet haben, haben uns ziemlich viele Leute etwas schräg angeguckt, weil wir nur über Fußball Trikots schreiben wollten und außerdem noch mit der Maßgabe an den Start gegangen sind, das grüne Deutschland Trikot wieder zu beleben. Nun – wir finden: Beides hat ganz gut geklappt. Deutschland spielt bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine wieder in einem grünen Deutschland Trikot und über schöne, hässliche und unsterbliche Fußball Trikots zu schreiben macht nach wie vor enorm Spaß. Und das tut es vor allem deswegen weil es eine Menge bekloppte Typen wie uns da draußen gibt, die schöne Trikots genau so lieben, wie wir es tun und genau so ganze Sammlungen in ihren Häusern, Wohnungen und Kellern hängen haben. Und genau für diese Jungs haben wir jetzt ein dermaßen grandioses Produkt entdeckt, das für jeden Trikot Sammler ein absolutes Muss ist: Trikotrahmen! Zwei findige Sportsfreunde aus München, Felix Theimann und Björn Butz hatten die phantastische Idee dazu und vor allem die Power sie auch umzusetzen. Das Prinzip ist so einfach wie genial – Bilderrahmen, die aber auf Trikots optimiert sind – zu bestellen unter trikotrahmen.de. Wir trafen die beiden Pioniere und befragten sie zu ihrer Idee.

Captain Trikot: Felix und Björn, zunächst einmal unseren aufrichtigen Glückwunsch zu Eurer Idee Trikotrahmen an den Start zu bringen! Die erste Frage liegt natürlich auf der Hand: Wie seid Ihr darauf gekommen?
Felix: Hallo, vielen Dank für die Glückwünsche. Schön, das gerade von euch zu hören. Wir sind im August 2009 durch den berühmten Geistesblitz auf Trikotrahmen gekommen. Wir saßen gemeinsam in einer Fußballkneipe in München und verfolgten Bayern vs. Werder.
Viele um uns herum trugen natürlich Trikots beider Vereine aus den verschiedensten Saisons und da fragten wir uns, ob all diese Fans zu Hause das gleiche Dilemma erwartet wie uns: Wohin mit dem geliebten Trikot nach dem Abpfiff? In den Schrank wollten wir unsere Trikots nie sperren, deshalb hatten wir immer diverse provisorische „Lösungen“: Das Trikot hing über einem Stuhl oder einer Lautsprecherbox. Das sah zwar überhaupt nicht gut aus, trotzdem war es uns wichtig, unsere Vereine immer im Blickfeld zu haben.
Wir haben anschließend im Internet recherchiert, haben Rahmenhändler besucht – und mussten feststellen, dass es noch keine geeignete Lösung für dieses Problem gab.
Diesem Problem mussten wir uns annehmen, das war uns sofort klar. Wir haben viel gebastelt und ausprobiert, haben sehr viel gelernt und uns viele Abende den Kopf über den perfekten Rahmen zerbrochen. Uns war wichtig, dass wirklich jedes Detail intensiv durchdacht wird. Es war anstrengend, hat aber auch wahnsinnig viel Spaß gemacht. Am Ende sind wir sehr stolz auf die Geburt des Premium-Trikotrahmens, der hoffentlich vielen Fans Freude bereiten wird.

Captain Trikot: Ihr habt die Rahmen komplett auf die Rahmung von edlen Sammler Trikots optimiert. Was unterscheidet Eure Rahmen von normalen Bilderrahmen?
Björn: Beim Einrahmen eines Trikots in einen normalen Bilderrahmen hat man ein technisches und ein ästhetisches Problem. Man muss das Trikot zwischen Rückwand und Frontscheibe pressen, dabei verrutscht es oft und sieht insbesondere an Ärmeln und Kragen fragwürdig aus. Wir haben da echt alles mögliche ausprobiert, aber das Ergebnis hat uns nie überzeugt und das Handling war meist eine Katastrophe.
Das haben wir beim Premium-Trikotrahmen in den Griff gekriegt, indem wir hier mit einem sogenannten Distanzrahmen arbeiten: Zwischen Rückwand und Frontscheibe hat das Trikot 1,5 cm Platz, es berührt also die Frontscheibe nicht. Gehalten wird das Trikot mit 12 starken Magneten, mit denen es an der magnetischen Rückwand fixiert wird. Die Magneten werden im Inneren des Trikots angebracht, sind somit also nicht sichtbar. Diese Methode hat den Vorteil, dass das Trikot rutschsicher und vor allem ohne Beschädigung befestigt wird und man es faltenfrei aufspannen kann. Das ist wichtig, denn nichts sieht so erbärmlich aus, wie ein schlaff runterbaumelndes Trikot.
Der Rahmen ist aus hochwertigem und sehr stabilem Aluminium und als Wechselrahmen ausgeführt. Ein Trikottausch ist also problemlos möglich und schnell gemacht.
Im Endeffekt geht es ja nicht darum, ein Stück Stoff irgendwie an die Wand zu pappen. Wer „sein“ Trikot aufhängt, möchte die Liebe und Zugehörigkeit zum Verein demonstrieren, seinen Stolz auf das Sammlerstück ausdrücken oder das Ganze sogar als „Fußballkunstwerk“ in Szene setzen. Das Trikot ist der Star und soll durch den Trikotrahmen in seiner Wirkung unterstützt werden.
Das ist uns irgendwann im Laufe unserer Experimentierphase klar geworden und seitdem kommt für unsere eigenen Trikots einfach keine halbgare Lösung mehr in Frage.

Captain Trikot: Wie kann man die Trikotrahmen bei Euch bestellen und was kostet der Spaß?
Björn: Bestellen kann man über unseren Online-Shop www.trikotrahmen.de. Hier kann jeder schnell und einfach seinen Wunsch-Rahmen mit dem „Trikotrahmen-Konfigurator“ selbst zusammenstellen. Es stehen mehrere Rahmen- und Hintergrundfarben zur Auswahl, damit der Rahmen bestmöglich auf das Trikot abgestimmt werden kann.
Den Trikotrahmen mit Magnetbefestigung gibt es ab 139 €. Jeder Rahmen wird erst nach Bestellung angefertigt – ist somit kein Rahmen von der Stange. Alle Rahmen sind „made in Germany“ und bestehen aus hochwertigem Aluminium. Damit garantieren wir, dass unsere Kunden an ihren Rahmen sehr lange Freude haben. Unser Leitsatz bei der Produktentwicklung war: Liebe, die ein Leben lang hält, braucht einen Rahmen, der ebenfalls ein Leben lang hält 😉

Captain Trikot: Unter anderem hängen Eure Rahmen im „Stadion in der Schleißheimer Straße“ in München, der wahrscheinlich coolsten Fußballkneipe in Deutschland. Welche Trikots sind dort in Euren Rahmen verewigt?
Björn: Oooh, da könnten wir jedes Mal vor Stolz platzen: Das Trikot von Oliver Kahn, das er in seinem Abschiedspiel am 02.09.2008 (Bayern vs. Deutschland) getragen hat … inklusive Handschuhe! Beweisfoto hier.
Keine Ahnung wie Holle an das Trikot gekommen ist, aber wenn man wie er mit seiner Kneipe einfach alles richtig macht, stehen einem solche Trikots auch einfach zu. Wer noch nie da war: Nix wie hin!

Captain Trikot: Wer sind Eure Kunden? Museen, Fußball-Kneipen, private Sammler oder ausrangierte Ex-Profis, die ihre Partykeller aufpeppen?
Felix: Das ist eigentlich recht einfach zu beantworten: Alle! Es sind Liebhaber des Sports und schöner Trikots. Ob diese nun Ihre Leidenschaft in der Fußball-Kneipe, dem Büro, dem Vereinsheim oder im privaten Wohnzimmer zum Ausdruck bringen möchten, ist dann eigentlich zweitrangig.

Captain Trikot: Wenn Ihr eine Top-Five-Hitliste der schönsten Trikots aufstellen müsstet, wie sähe die aus?
Björn und Felix:
Jamaica – WM 1998
Eintracht Frankfurt, Nichtabstiegstrikot – Saison 1998/99
KSC, Aufstiegstrikot – Saison 2006/07
All Blacks, Rugby-WM-Trikot 2011
Borussia Dortmund – Das Trikot mit UHU-Werbung
Jetzt lassen sich auch unsere Lieblingsvereine erraten. Tipp: Es ist nicht der gleiche und nicht der BVB ;-))

Captain Trikot: Und natürlich die dazu gehörige Gegenfrage: Mit welchen Trikots sollten Eure Trikotrahmen besser nicht verschandelt werden?
Björn und Felix: Also grundsätzlich würden wir es ja niemals wagen, über Trikots und deren Bedeutung für den jeweiligen Betrachter zu urteilen. Es sind die Geschichten, die jeder Fan mit dem jeweiligen Trikot verbindet, die es zu etwas ganz Besonderem für ihn machen. So wird es sicherlich auch Verfechter von knall-orangenen Hollandtrikots geben, die sich damit das Wohnzimmer „schmücken“…

Captain Trikot: Jungs, vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg mit dieser grandiosen Idee. Wir können es gar nicht erwarten bis unser bestes Stück in einem Eurer Rahmen hängt und werden auf jeden Fall darüber berichten.

 

Mehr zu den Jungs:
Im Netz: www.trikotrahmen.de
Und auf Facebook: http://www.facebook.com/trikotrahmen

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