Stiftung Warentest nimmt Trikots der Bundesliga unter die Lupe

warentest_coverEs ist jetzt ungefähr vier Jahre her als die Stiftung Warentest sich den Ärger von Franz Beckenbauer zuzog und vom Kaiser beinahe in „Die Prinzen“ verwandelt worden wäre. Die Stiftung hatte die Frechheit besessen die damaligen WM-Stadien auf Herz und Nieren zu testen und einigen in Sachen Sicherheitsstandard schlechte Noten zu geben. Ein Sturm der Empörung im ganzen Land war die Folge. Nun hat die Stiftung Warentest sich wieder am Fußball versucht und Trikots der Bundesliga getestet. Ergebnis: Nicht immer konnte die Qualität überzeugen, in den Trikots von Frankfurt und Mainz fanden die Tester sogar Weichmacher. Sie können die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. Besonders aufschlussreich soll wohl der unbarmherzige Waschtest gewesen sein. So zeigten acht Trikots bereits nach nur zwanzig Wäschen stärkere Verschleißerscheinungen. Beim SC Freiburg verklebten die Buchstaben, bei Schalke warf der Sponsorenaufdruck Blasen. Bei einigen Trikots sahen Rückennummern und Spielernamen reichlich angegriffen aus. Die Fanshirts von Mönchengladbach und Stuttgart überstanden die Wäsche zwar ohne größere Schäden, waren aber unsauber vernäht. „Mangelhaft“ fiel das Ergebnis für die Trikots von Eintracht Frankfurt und FSV Mainz 05 aus: Ihre Sponsorendrucke enthalten bestimmte Phthalate, also Weichmacher. Für Spielzeug sind diese Stoffe in der Europäischen Union sogar verboten. Den ausführlichen Test findet Ihr übrigens hier. Jedenfalls hat das Ganze dazu geführt, dass Freiburg und Mainz schon Trikots zurückrufen. Na, wenn das der Kaiser hört! (Foto: Stiftung Warentest)

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